Die schnellsten Schweizer Nachwuchssprinter
erkoren
Beim
grossen Final des Migros-Sprints rannten auf der Brünigstrasse
in Sarnen rund 400 Schülerinnnen und Schüler um die
Titel des schnellsten Schweizers. Die schnellsten Zeiten über
80 m liefen Stefanie Bieli (Selzach) und Pascal Mancini (Estavayer
le Lac).
Die Kulisse in der Brünigstrasse in Sarnen war prächtig,
das Wetter ausgezeichnet und so fanden die rund 400 Teilnehmer
des grossen Schweizer Finals des Migros-Sprints in der beste Voraussetzungen
für Top-Leistungen vor. Alleine die Teilnahme an diesem Schweizer
Final war für die Schülerinnen und Schüler im Alter
zwischen 10 und 15 Jahren ein Erfolg. Denn dafür mussten
sie sich an regionalen und kantonalen Ausscheidungen gegen insgesamt
über 45 000 Mitstreiterinnen und Mitstreiter qualifizieren.
Vor 49 Jahren hatte der Solothurner Edy Waldvogel die Idee, die
schnellsten Schweizer Schüler in einem Sprintwettkampf zu
küren, geboren. In Sarnen konnte er nun begeistert und befriedigend
feststellen, dass dieser Wettkampf weiterhin auf Begeisterung
stösst. „Im Vergleich zu früher ist heute natürlich
alles viel professioneller. Wenn ich da nur schon an die Zeitmessung
denke, da geht heute vieles einfacher“, so der Gründer
des heutigen Migros-Sprint.
Freude bereitete Waldvogel auch Stefanie Bieli, die in 9,83 als
Vertreterin seines Heimatkantons Solothurn die schnellste Zeit
über die 80 m rannte und zugleich als einziges Mädchen
unter der 10-Sekunden-Grenze blieb. Bei den Knaben stellte Pascal
Mancini in 9,26 Sekunden die Tagesbestzeit auf.
Insbesondere beim Final des Migros-Sprints, wo sich die allerschnellsten
Schülerinnen und Schüler unseres Landes treffen, werden
jährlich immer wieder auch neue Sprinttalente entdeckt. Auch
in Sarnen beobachtete Stefan Bichsel, Trainer im Nachwuchsressort
des Schweizerischen Leichtathletik-Verbandes, die einzelnen Teilnehmerinnen
und Teilnehmer ganz speziell. Da im Schüleralter die körpelichen
Voraussetzungen der einzelnen Sprinterinnen und Sprinter zum Teil
sehr unterschiedlich sind, ist nicht immer der Sieger in den geschulten
Traineraugen das grösste Talent. „In diesem Alter spielt
die Kraft eine sehr wesentliche Rolle“, so Bichsel. Deshalb
lohne es sich, beispielsweise auch den fünft- oder sechstklassierten
genau zu beobachten. „Auch wenn es natürlich sehr schwierig
ist, zu erkennen, wer am meisten Talent hat.“
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